Zeichen setzen 2025
Ein Todesfall in der Familie ist ein Einschnitt und als Andreas Mutter starb war klar: Wir möchten ein Zeichen setzen und in ihrem Sinne helfen die Welt ein bisschen besser zu machen. Schon oft hat Ute an ihren Geburtstagen Geld gesammelt für Schulprojekte in Südostasien. Daher lag es nah auch an ihrer Beerdigung Geld zu sammeln. Statt Blumen verwelken zu sehen, wollten wir in ihrem Sinne Zukunft und Zuversicht durch Bildung möglich machen.
Wir haben an dieser Stelle erneut ihren vielen spendenfreudigen Freundinnen, Freunden und Verwandten, dank denen wir ausreichend viel Geld sammeln konnten, um für über 500 Kindern in Myanmar Schulmaterial zu kaufen und vor Ort zu verteilen.
Aktion 2026
Zusammen mit Oliver Esser und seinem Team von den World Chefs haben wir zwei Tage vollbeladen mit Essen und Schulmaterial drei Communitys besucht. Von einem Flüchtlingslager über eine Klosterschule bis zu einem Slum, alle Besuche waren eindrücklich und wir denken: wir haben zwar niemandem dort das Leben gerettet, aber wir haben Zuversicht gegeben. Das Feedback der Kinder war berührend und wir freuen uns, wenn wir nächstes Jahr genug Geld zusammen haben und wieder kommen können. Am letzten Tag unserer Reise ging es dann mit Jochen Meißner zu den Schulen der Organisation Sonnen International. Was wir hier gesehen haben, gibt uns noch mehr Hoffnung, denn es zeigt sich: Bildung macht einen Unterschied!
Bildung statt Blumen II - Projekt 2027
Auch für 2027 haben wir wieder einiges vor. Um erneut Schulmaterial zu besorgen sammeln wir wieder Spenden und wollen Produkte anbieten, die Geld erwirtschaften können. Geplant sind etwa Kalender für 2027 mit den Bildern der Kinder, die dann auch vom Profit profitieren.
Jede/r kann mitmachen: Ob auf Beerdigungen gesammelt, an Muttertagen eine Spenden-Karte statt Blumen übergeben oder eines der anderen möglichen Projekte unterstützt wird - wir garantieren: das Geld kommt an, alles und genau dort, wo es Hoffnung und Zuversicht gibt.
>> Mehr zu dem, was wir planen und wie du/Sie mithelfen können Zukunft und Hoffnung zu geben. <<
Tag 1 Im Flüchtlingslager und an einer buddhistischen Schule
Die Spendengelder, die uns anlässlich der Begräbnisfeierlichkeiten zum Tode von Mom Ute anvertraut wurden, sicher ihrer Verwendung zuzuführen. Unter dem eingangs genannten Motto hatten wir ein ansehnliches Sümmchen sammeln können, das dazu bestimmt war, unterprivilegierte Kinder im Myanmar mit Schulmaterialien zu versorgen. Hefte, Stifte, Radiergummis, Anspitzer und Lineal – für viele arme Familien in Myanmar ist selbst die Beschaffung dieser Basismaterialien eine Unmöglichkeit. Wir haben die Schulsachen jeweils in hübsche handgewebte Shantaschen verpackt und hunderte davon verteilt.
Am ersten Tag unserer Aktionbesuchten wir ein Flüchtlingscamp von Kamam-Muslimen aus dem Rakhine-Staat (aus dem Westen Myanmars) und eine buddhistische Schule, die sich um all jene Kinder kümmert, die sich selbst die staatlichen Schulen mit den oft nötigen teuren Nachhilfestunden nicht leisten können.
Tag 2 Im Slum
Am zweiten Tag ging es ausgestattet mit hunderten Taschen in ein großes Flüchtlingslager nördlich von Yangon. Viele Schulmaterialien haben wir mithilfe der Community-Vorsteher direkt zu den ärmsten Haushalten gebracht. Über schmale, wackelige Stege aus Bambus gelangten wir zu den einfachen Hütten und Hüttchen - zurückhaltend freundlich wurden die Schulsachen in Empfang genommen (und manchmal auch direkt ausgepackt und ausprobiert). Danach kamen all die Kids an die Reihe, die sich am Kleinlaster versammelt hatten. So traurig diese Situation auch war: Wir hinterließen eine Spur von Lachen und Freude.
Ein Tropfen auf den heißen Stein? Gewiss! Doch wie sagt das Sprichwort: Steter Tropfen kühlt den Stein (oder so ähnlich). Für die Freude, die wir in den trostlosen Alltag dieser Menschen gebracht haben, hat sich unsere kleine Aktion auf jeden Fall gelohnt. Und es fühlt sich an, als seien wir selbst reich belohnt aus der Situation hervorgegangen. Bei so viel positivem Feedback: Was bleibt uns da anderes übrig, als weiterzumachen?
>> Mehr Bilder und Infos zu Tag 2 der Aktion Bildung stat Blumen <<
Zur Sonne in Yangon
Die Eindrücke unserer Besuche in den Slums von Yangon ließen uns während unserer ganzen Reise durch Myanmar nicht los. Unbedingt wollten wir daher noch Jochen in Yangon besuchen und uns vom ihm das Projekt SONNE Social Organization zeigen lassen. Was diese kleine Organisation aus Österreich auf die Beine stellt, ist nämlich wirklich bemerkenswert. Hier sieht und spürt man: Bildung macht einen Unterschied!
Wir kennen Jochen schon ziemlich lange von unserer Arbeit als Reisebuchautoren, denn er betreibt die (sehr empfehlenswerte) Reiseagentur Uncharted Horizons Myanmar. Und wirkt seit Jahren als freier Mitarbeiter bei Sonne International mit. Wenn dieser großgewachsene selbstbewusste Mensch in die Schulen kommt oder durch die Slums Yangon streift zeigt er Präsenz. Die Menschen kennen und schätzen ihn und man merkt sofort: hier wird Zukunft organisiert, mit Zugewandtheit und Emphatie, Interesse und Zuversicht.
>> Mehr Bilder und Informationen von unserem Ausflug mit Jochen zu den Schulen von Sonne International <<
Das Team Bildung statt Blumen I
Eine Spendenaktion, wie wir sie vorhatten, ist ohne kundige Hilfe vor Ort gar nicht möglich. Die zu verteilenden Güter, Schulhefte, Stifte, Taschen etc. müssen bei lokalen Händlern vorbestellt und eingesammelt werden. Ein LKW mit Fahrer muss her, um das alles zu transportieren. Ein Kenner der Lage vor Ort in den Slums, um nicht zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein. Jemand, der weiss, wo am meisten Hilfe benötigt wird. Jemand, der in kürzester Zeit Vertrauenspersonen vor Ort aufbauen kann und mit den Village-Leadern kommuniziert. Jemand, der weiß, was zu tun ist, wenn eine Situation eskaliert….
Zum Glück verfügen wir über die nötigen Verbindungen. Mit Oliver Soe Thet haben wir den Präsidenten der Myanmar Chefs Association an unserer Seite. An seiner Seite: die besonnene Khin Khet Khet Khaing (MCA Secretary). Mit dabei außerdem die großartige Khin Khin Myo, die selbst als Tochter eines Perlentauchers in einfachsten Verhältnissen aufgewachsen ist und daher bestens mit der Lebenswirklichkeit in den Slums vertraut ist (aber leider kein Wort Englisch spricht), sowie last not least Chef U Kyaw Kyaw, unserem Mann für alle Fälle, der nicht nur am Großmarkt die besten Preise bekommt, sondern auch mit den Slum-Häuptlingen zu verhandeln weiß.